Das 10. Seglerhaus-Konzert - am 25. September 2022 um 19:30 Uhr

Dieses Konzert setzt ganz auf Harmonie. „Auf Harmonie setzen“ bedeutete in der Zeit der Wiener Klassik, dass Melodien aus populären Werken, meist Opern, für ein Ensemble von bis zu zehn Bläsern bearbeitet wurden. „Harmoniemusiken“ ließ man sich in Wien – und bald nicht nur dort – zu allen möglichen und unmöglichen Gelegenheiten vorspielen: gerne draußen, und wenn es drinnen sein musste, dann gerne an reich gedeckten Tafeln.

Während die Großen der Klassik ihre Werke oft von fremder Hand „harmonisieren“ ließen, kamen ihre jüngeren Kollegen bald selbst auf den Geschmack und schrieben eigene Werke für Bläserensembles: nicht aus den Opern entlehnt, sondern Mini-Opern ohne Text. Gesungen und geatmet wird hier instrumental, und wenn die Worte auch fehlen mögen, so mangelt es diesen Werken doch nicht an Bedeutung. In seinen letzten Jahren schrieb der französische Opernmeister Charles Gounod sogar eine Sinfonie für Blasinstrumente – näher waren sich Oper und Sinfonie selten.

Im März 2020 sollte mit diesem Konzertprogramm eigentlich das zehnjährige Bestehen der Reihe gefeiert werden – wie immer gestaltet von Solisten des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin in Zusammenarbeit mit Deutschlandfunk Kultur. Allerdings fiel diese Veranstaltung der beginnenden Corona-Pandemie zum Opfer und musste mehrfach verschoben werden. Nachdem die Beteiligten lange auf dem Trockenen gesessen haben, kann nun mit frischem Bläser-Wind endlich wieder in See gestochen werden.

Moderation: Olaf Wilhelmer - Deutschlandfunk Kultur

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