Travemünder Woche 2002 „Life Dabei“

Bénéteau 25

 

Deutsche Meisterschaften und im Anschluss Deutsche Meisterschaften im Sportboot

 

Im Gegensatz zu den anderen Bootsklassen blieben wir, die Hevella Crew- Bernhard Krüger, Felix Elbing, Judith Sasse, Anne Wolf, May-Britt Boy und Ulli Blumeyer, die volle Woche in Travemünde. Von Samstag den 19. 7 bis Montag den 22.7. fand für die Bénéteaus die Deutsche Meisterschaft statt. Es starteten 27 Boote deren Crews sich zunehmend stärker mit erfolgreichen und erfahrenen Seglern aus den unterschiedlichsten Jollenklassen zusammensetzen. Dadurch wird das Bénéteau Segeln allgemein immer anspruchsvoller.

Travemünde selbst zeigte uns erst mal die kalte Schulter, denn wir bekamen nur Regen, viel Wind und noch mehr Wolken zu sehen. Auch wenn die Sonne fehlte, hatten wir jeden Tag frische bis starke Winde, die sogar die Bénéteau die Wellen hinunter rauschen ließ. Am Samstag ersegelten wir zwei gute 7.Plätze und einen Tagessieg, was unter anderem darauf zurückzuführen war, dass Judith von den Resten der Startschusspatrone beschossen wurde und uns somit das Glück hold war.

Am Sonntag regnete es dann in Strömen und es wurde mangels Wind nicht gesegelt. Am Montag fuhren wir dann trotz Sturmwarnung hinaus und segelten ein Rennen bei durchgängig 7-8 Windstärken. Es war für uns auf jeden Fall mehr Spaß als für unser Material, denn es zerfetzte uns als erstes unser Großsegel. Einstimmig entschieden wir den Spinnacker nicht zu ziehen, und spießig mit Schmetterling die Vorwind hinunter zu sausen. Nach anfänglichen Zweifeln, über die Richtigkeit dieser Entscheidung, wurden wir bald belohnt, da alle Boote die den Spi zogen große Probleme bekamen. Wir konnten uns mit dem führenden Boot einen ca. 200m Abstand erarbeiten. Dieser ins Ziel gebrachte 2. Platz reichte uns für den Vizemeistertitel hinter der HDW I um Oliver Schwall. Den 3. Platz belegte die FLEXI Crew um Niklas Ganssauge aus Hamburg.

Nachdem wir nach einigen Mühen in den Hafen gelangten, zeigte sich für uns erst das Ausmaß der starken Winde. Mastenbrüche, Segel zerfetzt, Knochenbrüche und abgetriebene Boote sorgten für erhebliche Besorgnis. Auch auf unserer Bahn fiel ein Steuermann vom Boot und es waren keine Rettungsboote in der Nähe. Eine Tatsache die sich anscheinend auf allen anderen Regattabahnen auch abspielte, denn in erheblichem Maße beschwerten sich die Segler bei dem Regattabüro über die fehlenden Rettungsboote. Zum Glück blieb es am Ende bei den schon erwähnten Knochenbrüchen und einige Schiffe mußten an der Küste von Mecklenburg Vorpommern abgeholt werden.

Am Abend konnten wir dann ausgiebig in der Caipi-Bar, einem umfunktionierten Schwimmbad, feiern. Zwar waren wir dort jeden Abend (oder besser jede Nacht) jedoch ging der Montag Abend in die Geschichte ein. („Es gibt nur ein Bernard Krüger...“) Die Bénéteau Segler tanzten auf der Bar, Tischen und den eigentlich als Dekoration angebrachten Surfbrettern bis in die frühen Morgenstunden. Zum Glück hatten wir den nächsten Tag frei und konnten Knochen und Kopf kurieren.

Am Mittwoch den 24. 7. fing dann die Sportboot Deutsche Meisterschaft an, bei der jedoch nur noch 18 Boote teilnahmen. Wind und Wetter blieben konstant, so dass wir unsere erfolgreiche Linie weiter segeln konnten. Leider ist es bei den Sportbooten ziemlich unübersichtlich, wer denn nun am Ende siegt. Wir segelten zwar immer vorne dabei, jedoch verwies uns Patrick Heinrich, startend für den BSV 07, auf den erneuten 2. Platz. Aber auch dies konnte unserer Freunde nichts anhaben und so konnten wir wieder ausgiebig einen zweiten Vizemeister Titel feiern. Wo sonst als in der Caipi-Bar wurde dann wieder der wahre Meister in der Kombination Segeln und Feiern gehuldigt- die HEVELLA CREW.

Zwar haben wir in der ganzen Woche nicht einmal die Sonne gesehen, jedoch war für uns TW 2002 ein unvergessliches Erlebnis.

Es fiel uns allen schwer wieder in den normalen Alltag zurückzukehren. Um so mehr fiebern wir der nächsten Regatta entgegen.

An dieser Stelle nochmals die Herzlichsten Glückwünsche der Hevella Crew an die aktuellen Vize Weltmeister und Vize Europameister des VSaW.


Bis zum nächsten Mal, Judith