Die Abschlussveranstaltung des diesjährigen 3-Seen-Inklusionspreises war die German Open der 2.4mR im VSaW am 22.-23. August 2026. Die anfänglichen Meldezahlen waren zunächst noch sehr zurückhaltend, am Ende kam jedoch eine stattliche Flotte von 14 Segler zusammen. Der VSaW war dabei mit insgesamt drei Booten vertreten.
Der Plan sah vor, am Samstag vier und am Sonntag zwei Wettfahrten zu segeln. Das Wetter und vor allem der Wind verlangten den Teilnehmern einiges ab: kräftige Böen bis zu 24 Knoten und eine für den Wannsee beachtliche Welle sorgten für anspruchsvolle Bedingungen.
Der Erste Wettfahrttag
Für die kleinen 2.4mR-Boote sind solche Bedingungen grundsätzlich nichts Ungewöhnliches. Die Boote sind ausgesprochen seetüchtig und werden international auch auf offenen und deutlich größeren Revieren bis hin zur offenen See gesegelt. Auf dem vergleichsweise geschützten Wannsee waren die hohen kurzen Wellen und starken Böen dennoch eine besondere Herausforderung. Immer wieder schwappten die Wellen über das Deck, sodass die Segler ordentlich nass wurden und zwischendurch Wasser aus den Booten pumpen mussten. Zum Glück war das Wannseewasser zu dieser Jahreszeit noch relativ warm, doch der kühle Wind sorgte trotzdem für blaue Lippen und Gänsehaut.
Nach der dritten Wettfahrt stellte sich daher die Frage, ob noch eine vierte Wettfahrt gestartet werden sollte. Bei einer kurzen Blitzumfrage entschieden sich die Segler nahezu geschlossen dafür, weiterzusegeln. Sie wurden dafür mit Sonnenschein und vergleichsweise stabilen Windbedingungen belohnt.
Wieder an Land und endlich in trockener Kleidung, wurde bei Backfisch und Freibier gemeinsam gefeiert. Die Stimmung zeigte einmal mehr, dass bei der 2.4mR nicht nur der sportliche Wettbewerb, sondern auch das gemeinsame Miteinander einen ganz besonderen Stellenwert hat.
Der zweite Wettfahrttag
Am Sonntag präsentierte sich der Wannsee erneut von seiner sportlichen Seite. Der Wind war ähnlich frisch wie am Vortag, die Temperaturen allerdings noch etwas niedriger. Nach zwei weiteren anspruchsvollen Wettfahrten waren daher alle durchaus zufrieden, die Boote wieder einpacken zu können.
Ein besonderes Lob galt der hervorragenden Organisation und Durchführung der gesamten Regatta. Kai-Olav Hülzer, Inklusionsbeauftragter des VSaW, dankte, dass die German Open trotz der anspruchsvollen Bedingungen reibungslos durchgeführt werden konnte. Gerade bei einer inklusiven Regatta mit unterschiedlichen Anforderungen an die Teilnehmer, die Boote und die Abläufe an Land ist dies keine Selbstverständlichkeit. Der große Einsatz und die gute Vorbereitung wurden von den Teilnehmern entsprechend gewürdigt.
Ebenso herzlich wurde der Wettfahrtleiterin Christiane „Moritz“ Fackeldey und ihrem gesamten Team – bei der Siegerehrung aufgestellt wie die Orgelpfeifen – für die souveräne Wettfahrtleitung auf dem Wasser gedankt. Trotz der schwierigen Wind- und Wetterbedingungen gelang es dem Team, insgesamt sechs faire und sportlich anspruchsvolle Wettfahrten durchzuführen.
Die Siegerehrung der German Open wurde entsprechend ausgelassen bejubelt. Gewonnen hat mit einem traumhaften Ergebnis von lediglich fünf Punkten Lasse Klötzing (PYC). Direkt dahinter folgte Andres Trink (VSaW), vor Dieter Hunck (JSC).
Anschließend wurden vom BSV-Inklusionsbeauftragten Bernd Leopold „Poldi“ Käther und seinem Stellvertreter Clemens Fackeldey die Preise des 3-Seen-Inklusionspreises vergeben. Als persönliche Erinnerung erhielten die Gewinner bunte Buddy-Bären für zu Hause. Die großen Buddy-Bären als Wanderpreise gingen in Gold an Bernd Zirkelbach (YCBG), in Silber an Jörg Schramme (YCBG) und in Bronze an Dieter Hunck (JSC).
So endete ein sportlich anspruchsvolles, zugleich aber ausgesprochen herzliches Regattawochenende im VSaW. Die glücklichen Segler machten sich anschließend wieder auf den Heimweg – und viele von ihnen mit dem festen Vorsatz, auch im kommenden Jahr wieder an den Wannsee und in den VSaW zurückzukehren.






