Normalerweise ist es auf dem Wannsee sehr voll, aber in diesem Jahr hatten die ILCA 4 und 6 verhältnismäßig viel Platz auf dem Kurs. Der diesjährige Seglerhauspreis wurde ausnahmsweise zur reinen ILCA-Regatta, da die 29er und 420er nicht dabei waren. Aufgrund der parallel stattfindenden IDJM in Bayern, kam verständlicherweise kein 29er-Feld zusammen. Bei den 420ern kam keine Ranglistenregatta zustande, weshalb auch für sie der Seglerhauspreis ausfiel. Was der einen Leid, ist der anderen Freud. Mit nur zwei Feldern auf dem Kurs konnte ein schöner Up-and-Down bei Westwind auf der Großen Breite ausgelegt werden. Hinzu kam am Samstag noch guter Wind von durchschnittlich 15 Knoten, der für Wannsee-Verhältnisse halbwegs konstant wehte. Am Sonntag wehte es sogar noch ein wenig kräftiger.
Am Ende konnten alle fünf Rennen ausgesegelt werden. Es zeigte sich, wie wichtig Ausreiten im ILCA ist. Im Feld konnte man einen Umstand gut beobachten: Wer am längsten und besten hängen – und somit sein oder ihr Boot gerade halten – konnte, kam vorne an. Wem die Beine früher anfingen zu zittern, der musste sich taktisch klug anstellen, um nicht den Anschluss zu verlieren. Wenn nicht gerade ein Niederholer riss oder ein Pinnengelenk brach und eine Zwangspause verordnete.
Die WANNSEEATEN konnten auf ihren Heimrevier leider nicht die Siege einfahren, aber waren durchaus vorne mit dabei: Im ILCA 6 kam Nikoals Sparisch auf Platz 3 und Balthazar Martini auf Platz 4, dicht gefolgt von Flora Spierling auf Platz 6. Flora gewann den froschförmigen Wanderpokal für die beste ILCA 6 Seglerin. Im ILCA 4 konnten sich Jonathan Kammerer (Platz 7) und Linus Müller (Paltz 10) in den Top Ten platzieren. Alle Ergebnisse finden sich hier.




