Die Tabelle war für das Event sowie für die gesamte Saison sehr eng. Unser Liga-Team um Caro Schaaf, Catha Schaaf, Linda Hensel und Lenny Schulze ging auf dem Gesamtplatz 5 in den letzten Spieltag, der bei uns im VSaW ausgetragen wurde. Nur zwei Punkte trennten sie vom zweiten Platz, drei vom ersten. Also alles möglich. Insbesondere, da der Wannsee gerne für Überraschungen sorgt.
Wofür der Wannsee allerdings hauptsächlich gesorgt hat, waren wenige Rennen. Bei bestem Herbstwetter kamen am ersten und zweiten Tag gerade einmal eine Handvoll Rennen zustande. Und diese hatten teils mit erheblichen Windlöchern zu kämpfen. Unberechenbare Böen und Dreher waren normal und bereiteten unserem Wettfahrtleitungsteam um Andy Schorr mächtig Kopfzerbrechen.
Nach dem ersten Tag lag der VSaW auf Platz 2 der Gesamtliste. Am zweiten Tag legten sie im zweiten Tagesrennen einen souveränen Start hin. Leider etwas zu souverän, da sie ein wenig über der Linie waren und so einen OCS kassierten – sieben Punkte auf einen Schlag! Richtig schweres Gepäck in einem so engen Kampf in einer Regatta ohne Streicher.
Am letzten Tag kam der Wind aus Nordwest mit deutlich mehr Druck, sodass Rennen um Rennen auf die Bahn gebracht werden konnte. Um den Sack zu zumachen hätte es durchgehend Platze in den Top 3 gebraucht, aber der Druck war anscheinend zu groß, sodass es bis zum letzten Rennen spannend blieb. Hier verhedderten sie sich leider mit einer zu früh gesetzten Wende, sodass sie den Anleger leicht verpassten und mächtig Höhe knüppeln mussten, um die Luvtonne zu bekommen. Das kostete wertvolle Meter und verhinderte einen freien Vorwind ins Ziel. Da half auch die gedrückten Daumen auf den beiden Zuschauerbooten nicht, auf denen mitgefiebert und in Echtzeit mitgerechnet wurde. So zogen noch Boote vorbei und nun steht eine weitere Saison in der zweiten Liga an.
Das Projekt der Neuaufstellung des J70-Teams kann aber dennoch auf einem guten Weg gesehen werden. Das Team ist deutlich verjüngt worden: zu großen Teilen kamen die Junioren ans Steuer. In der Junioren-Liga haben sie gezeigt, was möglich ist (Vize-Meister). Mit mehr Training und eingespielten Abläufen stehen im nächsten Jahr alle Chancen offen.
Unterdessen krönte sich der NRV in der ersten Liga wieder zum Deutschen Meister – und das souverän mit 23 Punkten Abstand. Auf Platz zwei kam der Joersfelder Segel-Club und auf Platz drei der Münchner Yacht-Club. Absteigen werden der Klub am Rupenhorn, die Entdecker- & Seefahrer Fördervereinigung, die Seglervereinigung Wuppertal und die Seglervereinigung Itzehoe. Die Ergebnisse finden sich hier.
In der zweiten Liga sicherten sich der Konstanzer Yacht-Club, der Lübecker Yacht-Club, die Regatta-Segler Neuruppin und der Segel-Club Ville den Aufstieg in die erste Liga. Die Ergebnisse finden sich hier.
Trotz den nicht geglückten Wiederaufstiegs können wir auf einen gelungenen Spieltag zurückblicken. Organisation, Wettfahrtleitung, Gastfreundschaft, Fan-Support und Meisterfeier vielen positiv auf. Jetzt heißt es allerdings primär: Trainieren für die kommende Saison!








