Und sie taten es wieder: Richard Schultheis (NRV) und Fabian Rieger gewinnen in der San-Pedro-Bucht im Olympiarevier von LA28 ihren zweiten Sailing Grand Slam innerhalb eines Jahres.
Richard Schultheis (NRV) und Fabian Rieger haben bei ihrem ersten Regattaeinsatz im kommenden Olympiarevier für LA28 ein herausragendes Zeichen gesetzt. Der 21 Jahre alte Steuermann und sein 30-jähriger Vorschoter haben die Serie ab dem ersten Tag im Gelben Trikot der Spitzenreiter bestritten, das 49er-Klassement durchweg angeführt und souverän gewonnen.
Im Weltklassefeld von 31 49er-Teams aus 18 Ländern setzte sich das deutsche Duo nach 15 Läufen mit zwei Rennsiegen am Vorschlusstag und den Rängen eins und zwei in den Medaillenfinals mit imposanten 15 Punkten Vorsprung vor den Briten James Grummett/Rhos Hawes durch. Dritte wurden Hernán Umpierre/Fernando Diz aus Uruguay. Auf Platz sieben kämpften sich beim amerikanischen Stopp des Sailing Grand Slams Jakob Meggendorfer und Andreas Spranger vom Bayerischen Yacht-Club.
Zum Lernen gekommen, ein Statement hinterlassen
DSV-Cheftrainer Dom Tidey hatte die Mannschaft über sechs Wochen bei insgesamt drei vorolympischen Regatten für die Boardathleten, die 470er-Mixed-Crews und die zum Schluss geforderten Skiffs begleitet. Dabei stellten DSV-Sportdirektorin Nadine Stegenwalner und Dom Tidey vor Ort auch erste Weichen für LA28. Zur herausragenden Leistung von Richard Schultheis und Fabian Rieger sagte Dom Tidey: „Die olympischen Gewässer auf diese Weise zu dominieren – zwei erste Ränge am letzten Tag, gefolgt von einem Sieg im Finale und dem Gewinn der Goldmedaille – ist ein ganz besonderer Abschluss dieses Camps.“
So sehen es auch die 49er-Segler selbst. Richard Schultheis sagte: „Es war fantastisch, im Austragungsrevier der Olympischen Spiele zu segeln. Der Ort hat uns mit hervorragenden Bedingungen verwöhnt. Es hat großen Spaß gemacht, wieder in Wellen und Dünung zu segeln – etwas, das wir dieses Jahr kaum hatten –, aber auch auf dem unbeständigen Flachwasser im Hafen.“ Vorschoter Fabian Rieger sagte zum Erfolg seiner Crew: „Wir kommen mit den Bedingungen sehr gut klar. Die Steigerung am Ende ist auf dem inneren Kurs gelungen. Richard hat einen guten Weg über den Kurs gefunden, während ich das Boot getunt und schnell gehalten habe.“
Hinter den 49er-Erfolgen der beiden führenden Crews vom German Sailing Team steckt auch viel gemeinsame Arbeit in Regie von Trainer Ryan Seaton. Andreas Spranger sagte nach dem ersten Olympiatest: „Wir haben auf jeden Fall guten Speed, wissen, dass wir schnell sind. Richard und Fabi haben auch gezeigt, dass sie sehr guten Speed haben. Ich glaube, das resultiert auch aus unserer sehr engen Zusammenarbeit. Wir haben die Tage vor der Regatta hier extrem viel zusammen angeglichen, alle Trimms geteilt und versucht, uns bestmöglich auf die Bedingungen einzustellen.“
Andreas Spranger wies auch auf eine Besonderheit im künftigen LA-Olympiarevier hin, das in den Flotten gut ankam und mit sehr zuverlässigen Segelbedingungen auffiel, in denen es keine Verschiebungen oder Ausfälle gab. Spranger sagte: „Sehr speziell ist hier, dass es oft über rechts geht. Vor allem auf den äußeren beiden Kursen. Innen in der Marina ist es eher ausgeglichener. Deshalb sind zum Teil mehr als 80 Prozent der Crews auf Steuerbord gestartet, was sehr, sehr unüblich ist. Wenn wir es gut hinbekommen haben, konnten wir unseren Speed ausspielen, haben auch Rennen gewonnen oder uns mindestens in den Top-Fünf platziert.“
Warum die Starts im Port of Los Angeles so wichtig sind
Zu diesen speziellen Starts in der San-Pedro-Bucht erklärte Andreas Spranger: „In diesem Startansatz steckt noch relativ viel Entwicklungspotenzial. Damit hatten viele Teams zu kämpfen. Richard und Fabi haben es mit am besten umgesetzt: Es simpel zu halten und solide Starts zu fahren. Und nicht – so ein bisschen wie wir – Top- oder Flop-Starts zu fahren. Wenn die Starts gelingen, wird das Rennen danach relativ einfach. Aber wir haben uns manchmal auch das Leben selbst etwas schwer gemacht.“
Andreas Spranger wies auch auf eine Besonderheit im künftigen LA-Olympiarevier hin, das in den Flotten gut ankam und mit sehr zuverlässigen Segelbedingungen auffiel, in denen es keine Verschiebungen oder Ausfälle gab. Spranger sagte: „Sehr speziell ist hier, dass es oft über rechts geht. Vor allem auf den äußeren beiden Kursen. Innen in der Marina ist es eher ausgeglichener. Deshalb sind zum Teil mehr als 80 Prozent der Crews auf Steuerbord gestartet, was sehr, sehr unüblich ist. Wenn wir es gut hinbekommen haben, konnten wir unseren Speed ausspielen, haben auch Rennen gewonnen oder uns mindestens in den Top-Fünf platziert.“
Zu diesen speziellen Starts in der San-Pedro-Bucht erklärte Andreas Spranger: „In diesem Startansatz steckt noch relativ viel Entwicklungspotenzial. Damit hatten viele Teams zu kämpfen. Richard und Fabi haben es mit am besten umgesetzt: Es simpel zu halten und solide Starts zu fahren. Und nicht – so ein bisschen wie wir – Top- oder Flop-Starts zu fahren. Wenn die Starts gelingen, wird das Rennen danach relativ einfach. Aber wir haben uns manchmal auch das Leben selbst etwas schwer gemacht.“
„Fantastische Segelbedingungen“ in der San-Pedro-Bucht
Auf die Stärken des Olympiareviers ging auch Dom Tidey ein, sagte: „Die Segelbedingungen waren die ganze Woche über fantastisch – ein volles Programm, keine Verzögerungen, großartige Rennen. Wir sind mit Fragen hierhergekommen und verlassen den Ort mit Antworten. Als erstes Trainingslager auf den olympischen Gewässern hätte ich mir kaum mehr wünschen können. Wir sind auf dem besten Weg.“
WM-Höhepunkte für 470er-Mixed und ILCA-Asse voraus
Der nächste Höhepunkt für die Segelnationalmannschaft beginnt bereits in der kommenden Woche (10. bis 17. August) in Enoshima mit der Weltmeisterschaft für 470er-Mixed. Dort zählen die deutschen Crews, allen voran die amtierenden Vizeweltmeister Simon Diesch (WYC) und Anna Markfort (auch JSC) zum Favoritenkreis. Dann folgen schon die ILCA-7-WM (23. bis 30. August) im irischen Revier von Dun Laoghaire und die ILCA-6-WM der Frauen vom 5. bis 12. September im selben Revier, wo Julia Büsselberg gemeldet ist.








