Wenn Himmelfahrt ist, dann ist klar: Auf nach Kiel zur Vorbereitung auf das Pfingstwochenende, wenn die YES für die ILCAs, 29er und 420er stattfindet. Und auf diese will sich vorbereitet werden. Insbesondere, wenn - wie bei den 420ern - Qualifikationen zu EM und WM nach der YES entschieden werden. Sprich: Spätestens jetzt ist die Segelsaison in vollem Gange für die Jugendklassen.
An Pfingsten selbst wiegt sich das Wasser gemächlich hin und her. Die Sonne spiegelt sich klar auf der Oberfläche. Hier und da kämmt ein leichtes Lüftchen das glatte Wasser durch. Ein Anblick, der jeden Segler nur seufzen lässt. Drei Tage YES Regatta in Kiel waren 2026 großteilig von genau diesem Anblick geprägt. Es begann mit AP an Land am Samstag und ging mit AP auf dem Wasser und vereinzelten Rennen am Pfingstsonntag und Pfingstmontag weiter. Als Segler brauchte macht starke Nerven, um nicht in ein Motivationsloch zu fallen, wenn dann mal die Rennen beginnen konnten. Aber der Wind machte es auch während der Rennen nicht einfach: Mal kam er, dann war er wieder sehr schwach. In einem Moment kam er aus Nord, dann aus Nordwest, auch mal aus Ost. Ein fröhliches Gedrehe in alle Richtungen. Selten sah man so oft Tonnenleger am Leegate mit Charlie und Tröte stehen. Die Wettfahrtleitungen auf den Kursen reagieren schnell auf die Stimmungsschwankungen des Windes, aber bei solchen Bedingungen kommt man schnell an Grenzen. Am Ende standen Rennen, mit denen niemand so richtig glücklich war und die eher an Verhältnisse auf dem Wannsee erinnerten. Manchmal macht der Wind einfach nicht mit.
Umso bitterer, dass sie YES für viele Segler eine der wichtigsten Regatten im Jahr ist. Für die 420er war es der zweite und finale Teil ihrer EM/WM-A und für ILCAs ging es darum das Kaderkriterium für den Bundeskader zu ersegeln (statt dies bei der IDJM zu tun, welch Ironie…). Die 29er konnten schonmal die Verhältnisse für ihre WM in ein paar Wochen austesten.
Am Ende waren die Ergebnisse teils bunt durchmischt - für einige erfreulicher als für andere. Auch eine überaus - aus Sicht mancher zu - aktive Jury auf dem Wasser beeinflusste die Ergebnisse nicht unerheblich. Bei den 420ern konnten sich Paul Franz und Max Johannes Timm (SGaM) und Simar Diwell und Johann Domrös für die JEM in Nida Lettland, qualifizieren. Ludwig Bayer und Nikolaus von Luckner und Aamon Leonhardt und Max Zurl fahren zur WM in Biscarrosse, Frankreich.
Die Ergebnislisten










